7. B+B DIALOG Asbest bei der Innenraumsanierung – aktuelle Gefahren für Fachunternehmer, Eigentümer und Betreiber von Immobilien

Asbest wurde in der Vergangenheit gezielt Bauprodukten zugegeben, um deren Eigenschaften zu verbessern. So muss bei Sanierungen und Instandsetzungen in Gebäuden, die vor 1995 errichtet oder modernisiert wurden, mit Asbest gerechnet werden.
Aktuell in der Diskussion sind asbesthaltige Putze, Spachtelmassen und Fliesenkleber. Beim Bohren von Löchern, Abschlagen von Putzen und Fliesen sowie Abschleifen von Oberflächen wurden bereits Asbest-Faserkonzentrationen gemessen, die weit oberhalb zulässiger Grenzwerte liegen. Die tödliche Gefahr und das hohe Haftungsrisiko sind vielen im Bestand tätigen Handwerksbetrieben nicht bekannt. Aber auch Nutzer und Betreiber von Immobilien sind hier meist ahnungslos.

Beim 7. B+B DIALOG steht die Frage im Mittelpunkt, wie Architekten, Sachverständige, Handwerker sowie öffentliche und private Bauherren in Zukunft mit dem Thema umgehen können. Gezeigt und diskutiert werden erforderliche Vorerkundungen der Bausubstanz mit den dazugehörigen Verantwortlichkeiten, mögliche Schutzmaßnahmen, geeignete Sanierungsverfahren und die Wahrnehmung der Problematik auf behördlicher Seite.

Nutzen Sie die Gelegenheit zum intensiven Austausch mit Fachleuten und Kollegen und schützen Sie sich und ihre Mitarbeiter vor gesundheitlichen, existentiellen und wirtschaftlichen Gefährdungen. Asbestschäden sind in der Regel bei der Haftpflichtversicherung ausgeschlossen!

Hintergrundinformation:

B+Bpocket_2D_5B+B POCKET „Schadstoffe in Gebäuden“ erschienen
Architekten, Ingenieuren und Handwerksbetrieben, die Maßnahmen im Bestand planen und ausführen, aber auch Eigentümern, Bauträgern, Vermietern und Verwaltern ist meist nicht klar, welche unterschätzten Gefahren und Verantwortlichkeiten in diesem Zusammenhang bestehen. Was sind die wesentlichen Aufgaben der Baubeteiligten? Wer hat welche Schutz- und Sanierungsmaßnahme zu ergreifen? Welche werkvertraglichen Regelungen sind zu treffen? Hierzu gibt das B+B POCKET Schadstoffe in Gebäuden – Sanierungsmaßnahmen fachgerecht planen und ausführen Hilfestellung.

Neueste Untersuchungen zeigen gefährliche Faserkonzentrationen
Standen beim Schutz von am Bau Beschäftigten bislang vor allem spritzasbesthaltige Produkte und Plattenmaterialien wie Permabest- oder Eternitplatten im Vordergrund, zeigen jüngste Untersuchungen, dass auch von solchen Produkten, die augenscheinlich nicht mit der „Wunderfaser“ in Verbindung gebracht werden, Gefahren ausgehen. Das können sowohl Fliesenkleber als auch flächig verwendete Spachtelmassen und punktuell verwendete Reparaturmörtel sein, die vor 1995 verbaut wurden. In den letzten Jahren verzeichneten Ärztekammern, vermutlich in diesem Zusammenhang, eine erhöhte Anzahl von Asbestosen.
Der Gesamtverband Schadstoffsanierung (GVSS) hat in Zusammenarbeit mit dem Verein Deutscher Ingenieure e.V. (VDI) zu diesem Thema das Diskussionspapier „Asbesthaltige Putze, Spachtelmassen und Fliesenkleber in Gebäuden“  vorgelegt, das kostenlos zum Download steht und in dem die aktuellen Erkenntnisse ausführlich dargestellt werden.